FS.ART Showroom, Berlin

Klaus-Martin Treder: He said

04.12.2006 bis 26.01.2007 nach vorheriger Vereinbarung

 

Klaus-Martin Treder, der in den letzten Jahren durch seine strategisch konzeptionellen Malereien und Objekte überzeugte, erweitert in der Ausstellung „He Said“ sein Repertoire um eine Serie von Plakaten, die explizit auf die für seine Arbeit so wichtigen Bild- beziehungsweise Obejkttitel eingehen. „Who did run over my friend“ tritt als Ditone-Print in unmittelbare Nachbarschaft zum gleichnamigen knapp drei auf drei Meter großen Tafelbild, während der Print „Johnny got a gun“ als integrativer Bestandteil eines raumfüllenden Objekts inszeniert wird. Der Besucher wird animiert, dem Ursprung der Titel nachzugehen und stößt dabei unweigerlich auf frühere Arbeiten Treders aus anderen Ausstellungen wie zum Beispiel: „Mickey Möse“, „Markus und Albert“ oder „Selbstportrait mit Mütze“. Sie alle verweisen auf spezifische Referenzsysteme des Künstlers und funktionieren retrospektiv sozusagen als Leitfaden durch die verschiedenen Werkgruppen der letzten Jahre. Treder kümmert sich, neben der ausgiebigen Beschäftigung mit der „antropomorphen Form“, zunehmend um Unformen, Unräume und Unfarben. Letztere generiert er durch ein selbst entwickeltes und äußerst komplexes Computerprogramm, in dem die Mischungsanteile verschiedener Farben nach bestimmten Vorgaben errechnet werden. Dabei ist Klaus-Martin Treder aber stets Maler und seine Arbeit wird zu keinem Zeitpunkt beliebig. Eher im 
Gegenteil wird die Stringenz seiner konzeptionellen Inszenierung von Malerei und Objekt in den vergangenen Jahren zunehmend deutlicher und die Komplexität seines Gesamtwerks augenscheinlich. Dazu trägt mit Sicherheit auch eine 2006 entwickelte Serie von Plakaten im Offset-Druck bei, die auf den Rückseiten jeweils von Autoren verfasste Texte aufweisen. Diese nehmen Bezug auf die für Treder relevanten Aspekte wie Farbe, Form oder Ableitbarkeit und spezifische Referenzen. Sie sind jeweils in einer unnummerierten Auflage von 300 Stück erschienen und sind exemplarisch ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.